Dropshipping und Steuern: Reihengeschäfte und Einfuhrumsatzsteuer verstehen
Dropshipping wird gern als Geschäftsmodell ohne Kapitalbindung verkauft. Steuerlich ist es das komplizierteste Modell im Onlinehandel – weil drei Parteien in zwei bis drei Ländern beteiligt sind und die Ware Wege nimmt, die du nicht kontrollierst.
Das Grundproblem: Das Reihengeschäft
Ein Reihengeschäft liegt vor, wenn mehrere Unternehmer über denselben Gegenstand Umsatzgeschäfte abschließen und die Ware unmittelbar vom ersten Lieferanten zum letzten Abnehmer gelangt. Genau das ist Dropshipping: Du verkaufst an den Kunden, dein Lieferant versendet direkt.
Die entscheidende Frage lautet: Welcher der Umsätze in der Reihe ist die ? Nur diese kann steuerfrei sein (als Ausfuhr oder innergemeinschaftliche Lieferung). Alle anderen sind und werden dort besteuert, wo die Ware zu Beginn oder am Ende der Beförderung liegt.

